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als Regionalstelle
zur Begleitung des Ausbaus der
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für den Regierungsbezirk Köln

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beim Verband der katholischen Kirchengemeinden im Oberbergischen Kreis

Jahresempfang 2022 des Kreiskatholikenrates Oberberg

Herzlichen Dank an alle, die unseren Jahresempfang am 10.09.2022 gestalteten und besuchten.
Die Veranstaltung hat das Anliegen der "Schöpfungs-Verantwortung" gelungen beleuchtet und diskutiert.

 

Die Presseinformation dazu finden Sie zeitnah unter Kreiskatholikenrat/Veranstaltungen.

 

 

Für die Thesen des Impuls-Vortrags zum Thema "Bewahrung der Schöpfung" des Referenten Dr. Gregor Taxacher lesen Sie bitte weiter:

 

Kreiskatholikenrat Gummersbach, Jahresempfang 10.09.2022,
Dr. Gregor Taxacher, Thesen zum Thema „Bewahrung der Schöpfung“:


"Vorbemerkung: Der berühmte Soziologe Niklas Luhmann hat einmal sinngemäß geschrieben, dass die Kirchen und die Theologie zur ökologischen Frage nur beitragen würden, was andere schon entschiedener auch sagten und sich gesellschaftlich so selbst überflüssig machen würden. Ich möchte diesem Urteil möglichst entgehen, indem ich Sie mit einigen, genau: drei Thesen provoziere, die ein streng theologisches Profil haben und damit die schon eingeübten Gewohnheiten unseres Redens über ökologisches Verhalten unterbrechen, vielleicht auch verstören. 
Mit Laudato Si‘: „Es reicht nicht, oberflächliche ökologische Überlegungen einzubeziehen, während man nicht die Logik infrage stellt, die der gegenwärtigen Kultur zugrunde liegt.“ (Nr. 197) 
1. Jenseits der „Umwelt“: Schöpfung ist nicht „Natur“ Theologisch: Die traditionelle Lektüre von Genesis 1 hat stets die Ebenbildlichkeit des Menschen und seinen Herrschaftsauftrag in den Mittelpunkt gestellt, aber weitgehend übersehen, dass nach dem (sog. ersten) Schöpfungsbericht Tiere und Menschen sich rein pflanzlich – also nicht voneinander – ernähren. Was Genesis 1 schildert, ist also keineswegs die Natur, wie wir (und auch die Menschen biblischer Zeit) sie erlebten. Es ist, weil „vor“ dem Sündenfall, eine Welt ohne Gewalt, also auch ohne jenes „Fressen und Gefressenwerden“, welches heutzutage gern als Inbegriff von Natürlichkeit dargestellt wird, dem sich nun einmal niemand entziehen könne. Was so als „natürlich“ angesehen wird, entspricht biblisch offenbar nicht dem ursprünglichen Schöpfungswillen Gottes. Wenn man die Genesis nun nicht historisch liest – als Bericht vom Anfang, den die Evolutionsforschung längst widerlegt hat -, sondern als einen prophetischen Text, dann geht es hier nicht um Vergangenheit, sondern um Zukunft, nicht um Fakten,sondern um Berufung: Gott ruft die Schöpfung, lockt sie (wie man in der Prozesstheologie sagt), so zu sein, zu werden, wie er sie liebt. In dieser schöpfungstheologischen Perspektive ist Schöpfung nicht mit der faktischen Natur zu verwechseln, schon gar nicht mit der von uns selbst in unserer Anschauung und nach unseren Interessen konstruierten „Umwelt“. Und so hilft es auch für eine der Bewahrung der Schöpfung verpflichteten Achtsamkeit und Spiritualität wenig, in den Wald zu gehen (der bei uns meist weder Natur, noch gar Schöpfung „ist“). Nichts gegen den Waldspaziergang – aber wichtiger scheint es mir zu sein, dass wir in uns gehen! Laudato Si‘: „Nach diesem Paradigma tritt eine Auffassung des Subjekts hervor, das im Verlauf des logisch-rationalen Prozesses das außen liegende Objekt allmählich umfasst und es so besitzt.“ (Nr. 106) Hintergrund Anthropozentrik: Umwelt und Natur sind Konstruktionen aus Sicht des menschlichen Subjekts – die Umwelt eines jeden Lebewesens ist ja eine andere, und Natur ist ein negativer Abgrenzungsbegriff, ist Nicht-Kultur, Nicht-Zivilisation. Dies bedeutet immer auch (gerade auch in der religiösen Tradition) ein Überblenden der eigenen Naturhaftigkeit, und damit ein Zerschneiden der Verwandtschaft, der Zugehörigkeit. (Descart’scher Dualismus) 

2. Jenseits des Kalküls: Nachhaltigkeit ist nicht schon Bewahren der Schöpfung Theologisch: Wenn „die Natur“ nicht identisch ist mit dem, was wir theologisch mit Schöpfung meinen, dann besteht ihr Bewahren auch nicht einfach darin, einen status quo zu erhalten, den wir als ihre Normalität definieren. Die „Bewahrung der Schöpfung“ ist bekanntlich der letzte Teil eines Slogans des Weltkirchenrates; der beginnt mit „Gerechtigkeit, Frieden und …“. Von unserem Thema aus sollte man hier tatsächlich rückwärts lesen: Bewahren der Schöpfung heißt, mit den konkreten Geschöpfen in Frieden zu leben und ihnen -also ihrem Leben, ihrem Wohlergehen – gerecht zu werden. Wenn bei den Propheten Jesaja und Micha die berühmte Vision vom „Tierfrieden“ zu lesen ist, in dem Beutegreifer, Pflanzenfresser und Menschen ohne Angst zusammen leben, dann mag uns das unrealistisch und „utopisch“ erscheinen – es bebildert aber biblisch weit besser, was mit „Bewahrung der Schöpfung“ gemeint ist als unsere Nachhaltigkeitsbemühungen, die ja allesamt darauf ausgerichtet sind, die Natur als unsere Ressource so zu erhalten, dass auch künftige Generationen extrahierend, ausbeutend mit ihr umgehen können. Laudato Si: „Es genügt nicht, an die verschiedenen Arten nur als eventuell nutzbare ‚Ressourcen‘ zu denken und zu vergessen, dass sie Eigenwert besitzen.“ (Nr. 33) „Es genügt nicht, die Pflege der Natur mit dem finanziellen Ertrag und die Bewahrung der Umwelt mit dem Fortschritt in einem Mittelweg zu vereinbaren. In diesem Zusammenhang sind die Mittelwege nur eine kleine Verzögerung des Zusammenbruchs. Es geht schlicht darum, den Fortschritt neu zu definieren.“ (Nr. 194) Hintergrund Anthropozentrik: An Nachhaltigkeit ist die Frage zu stellen: nachhaltig für wen? Der Begriff der Nachhaltigkeit kommt ursprünglich aus der Forstwirtschaft; er ist also ein ökonomischer Begriff. Er meint, dass man (modern gesprochen) einem Ökosystem nur so viel entnehmen sollte, wie es in der Lage ist, wieder nachzubilden – damit man eben stets weiter „ernten“ kann. Danach ist unsere industrielle Fleischproduktion jedenfalls in sich (wenn wir einmal das Problem von Futtermittelbeschaffung und Abfällen ausblenden) durchaus nachhaltig, solange wir die Millionen Schweine stets nachzüchten, die wir schlachten. Nachhaltigkeit ist also ein anthropozentrischer, auf die Interessen einer Spezies zugeschnittener Begriff, eine Selbsterhaltungs- und keineswegs eine Schöpfungs-Bewahrungs-Strategie. (Kleine Denkaufgaben zur Irritation: Warum erhalten wir Heidelandschaften, die das Ergebnis bäuerlicher Zerstörung ursprünglicherer Ökosysteme sind? Warum bekämpfen wir „invasive Arten“, deren Invasion doch ein Ausdruck von Evolutionsprozessen, dem survival oft the fittest, ist? Warum sorgen wir uns um das Artensterben, nicht aber um das Sterben von konkreten Tieren?) 

3. „Décréation“: Bewahren bedeutet Rückzug Theologisch: Martin Luther hat Sünde als die menschliche Existenzform des „Cor [in]curvatum in se [ipsum]“, also des in sich selbst, auf sich selbst zurück-verkrümmten Herzens bezeichnet. Man könnte Sünde so auch verstehen als die Selbst-Verabsolutierung von Geschöpfen, die sich damit sozusagen zwischen Gott und die anderen Geschöpfe stellen. So hat es die französische Philosophin und Mystikerin Simone Weil gesehen. Ihren Begriff der „Décréation“ hat meine Dortmunder Kollegin Simone Horstmann jüngst wieder aufgegriffen:1 Bewahren der Schöpfung bedeutet demnach etwas anderes als „Kreativität“ (als könnten wir die Schöpfung weiterführen, gar besser machen), sondern zunächst einmal Selbst-Rücknahme, Rückzug, der wieder Platz lässt, Atemraum für die übrigen Geschöpfe. Ökolog:innen wissen das auch ganz praktisch: Nicht Geo-Engineering wird das von Menschen verursachte Massen(aus)sterben beenden, sondern nur die Abkehr vom Anspruch auf den Planeten als Ressource. Ohne radikale Veränderung unseres Lebensstils und unserer Wirtschaftsweise wird das nicht abgehen. Laudato Si: „Die Armut und die Einfachheit des heiligen Franziskus waren keine bloß äußerliche Askese, sondern etwas viel Radikaleres: ein Verzicht darauf, die Wirklichkeit in einen bloßen Gebrauchsgegenstand und ein Objekt der Herrschaft zu verwandeln.“ (Nr. 11) „Jedes Geschöpf ist also Gegenstand der Zärtlichkeit des Vaters, der ihm einen Platz in der Welt zuweist. Sogar das vergängliche Leben des unbedeutendsten Wesens ist Objekt seiner Liebe“ (Nr. 77). „In gewisser Weise wollte er sich selbst beschränken, als er eine Welt schuf“ (Nr. 80; hier greift Papst Franziskus die jüdische Theologie des „Zimzum“, der Schöpfung als Selbstbeschränkung Gottes auf. Damit ist Gottes Schöpfung auf ihn bezogen gewissermaßen selbst der höchste Akt von Décréation!). Hintergrund Anthropozentrik: Im Blick auf das Luther-Zitat steckt also in der Anthropozentrik so etwas wie eine „Struktur der Sünde“: Selbsterhaltung durch, wie die Tierethiker:innen sagen, Speziesismus (also die Absolutsetzung der eigenen Spezies als Zweck an sich bei gleichzeitiger Degradierung alles anderen zu bloßen Mitteln). Der neuzeitliche Spitzen-Philosoph und Ethiker Immanuel Kant hat diese Haltung auch noch theoretisch ausdrücklich gerechtfertigt durch den Verweis auf die angeblich nur dem Menschen eigene Vernunft-Autonomie. Dagegen zeigt jüngst die durchaus kantianisch geprägte Philosophin Christine Koorsgaard, dass jedes Lebewesen, dem es intentional um sich selbst (sein Wohlergehen) geht, ein Zweck an sich selbst ist, also unter Kants kategorischen Imperativ fällt. 

1 https://zoe-magazin.de/2021/12/17/fuer-ein-mehr-an-dekreativitaet/ "

Wichtige Information zu unseren Beratungsangeboten

Wir alle sind angesprochen, die schnelle Verbreitung von Corona und Grippeviren zu minimieren.

 

Die aktuelle Lage erlaubt seit Juli 2020 die Möglichkeit der persönlichen Beratung auf Wunsch der Ratsuchenden nach Fallbeurteilung durch den Berater in der Katholischen Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle in Gummersbach sowie der Psychologischen Beratungsstelle Herbstmühle in Wipperfürth und den Außenstellen in Lindlar und Radevormwald.

Nutzen Sie gerne auch weiterhin die Möglichkeit der Beratung per Telefon (Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Gummersbach 02261-27724 und Psychologische Beratungsstelle Herbstmühle mit den Außenstellen in Radevormwald und Lindlar, 02267-3034) oder auch die Onlineberatung (siehe www.efl-gummersbach.de und www.beratung-in-wipperfürth.de).

 

Wir hoffen sehr, dass mit Einhaltung aller bekannten Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen ein Beitrag zur Verhinderung der Ausbreitung des Covid19-Virus erfolgen kann.

 

Sicher finden diese Maßnahmen auch Ihre Zustimmung.

 

In aller Vielfalt von Angeboten bilden wir das Gesicht der Katholischen Kirche im Oberbergischen Kreis.

 

Aus unserem Verständnis des christlichen Glaubens nehmen wir den Auftrag des Evangeliums Jesu Christi zur Gottes- und Nächstenliebe wahr:

  • Gemeinsam unseren Glauben leben
  • Andere einladen
  • Begleiten und teilen der Sorgen in unterschiedlichen Themen
  • Helfen und unterstützen in verschiedenen Lebensphasen
  • Beraten in vielen Fragen
  • Verwalten der Kirchen und deren Einrichtungen
  • Sprachrohr sein für die Katholiken in unserer Gesellschaft

Gern wollen wir das lebendige Engagement im Oberbergischen Kreis vorstellen

 

Seelsorge im Oberbergischen Kreis

Leben ist Vielfalt in allen Lebensphasen: Situationen der Suche, der Unterstützung, der Fragen, der Zweifel wollen gestaltet und durchlebt werden. Hilfe, Unterstützung und Begleitung finden Sie über die Angebote der Kirchengemeinden und der Seelsorge vor Ort oder bei speziellen Einzelthemen auf den folgenden Seiten. | mehr...

 

Kirchengemeinden im Oberbergischen Kreis

Insgesamt gehören unter der Leitung von Kreisdechant Christoph Bersch acht Seelsorgebereiche mit den nachfolgenden Kirchengemeinden zum Kreisdekanat Oberbergischer Kreis. Eine genaue Übersicht und die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie auf den folgenden Seiten. | mehr...

 

Beratung für Menschen in Not

Unsere Beratungsangebote sind freiwillig, vertraulich, kostenfrei, offen,  d.h. unabhängig von Geschlecht, Herkunft, sozialem Status, Gesundheit, sexueller Orientierung, Religion & Weltanschauung. Die Beratung wird durch Fachkräfte aus den Bereichen Psychologie, Sozialarbeit und Pädagogik mit therapeutischen Zusatzqualifikationen ausgeführt. | mehr...

 

Jugend & Bildung

Unser Kursangebot im Oberbergischen Kreis ist so vielfältig wie Familien und ihre Interessen. Auf unseren Internetseiten stellen wir Ihnen unser umfangreiches Veranstaltungsangebot im Detail vor. Wählen Sie hieraus den passenden Kurs aus und melden Sie sich für unsere Fortbildungen und Workshops an. Gerne beraten wir Sie auch persönlich. | mehr...

 

Kirchenverwaltung & Dienstleistung

Der Verband der Katholischen Kirchengemeinden als Träger der Psychologischen Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche und der Kath. Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle übernimmt Aufgaben für die Kirchengemeinden und Seelsorgebereiche im Oberbergischen Kreis quasi als deren Dienstleister. | mehr...

 

Kreiskatholikenrat Oberberg

Der Kreiskatholikenrat ist der Zusammenschluss der Pfarrgemeinderäte und katholischen Verbände und Organisationen für das Gebiet des Kreisdekanates Oberbergischer Kreis. | mehr...

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Verband der katholischen Kirchengemeinden im Oberbergischen Kreis
Hömerichstr. 7
51643 Gummersbach


Tel.: 02261-4057-20
Fax: 02261-4057-11
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